Selbstporträt und Biografie
(Ölbild 40 x 50 cm, 01-2005)
Am 6. Januar 1927 in der Reutlinger Altstadt geboren und dort aufgewachsen, begann Kurt Wilhelm Ruoff nach absolvierter Buchdruckerlehre, seine Weiterbildung in Stuttgart an der Grafischen Fachschule und an der Kunstakademie. Doch bereits Ende 1944, noch als siebzehnjähriger Bursche, bekam er die Einberufung zum Militär, was für ihn nun leider vorerst »Flak-Ausbildung« anstatt Kunstlehre bedeutete!
Von dem absurden »Endkampf-Befehl« heimgekehrt und mit viel Glück der Gefangenschaft entgangen - aber auch von schrecklichen Erlebnissen belastet - entstanden dann in den arg beschwerlichen Nachkriegsjahren, seine ersten Grafikarbeiten, Aquarelle und Ölgemälde. 1948 musste sich K. W. Ruoff völlig unerwartet, komplett neu orientieren. Durch den Tod seines Vaters, war er ab jetzt auf ein geregeltes Einkommen angewiesen, um auch seiner Mutter und dem zehn Jahre jüngeren Bruder unterstützend, beistehen zu können.
Recht schnell bekam er im Reutlinger Textilhaus Haux eine feste Anstellung als Plakatmaler und Werbegestalter. Die erworbene Arbeit inspirierte ihn nun auch zum Aufbau einer selbstständigen Berufsexistenz.
1953 startete er dann sein eigenes Gewerbe als Grafiker und Werbe-/Messegestalter.
Begünstigt durch den beginnenden Wirtschaftsaufschwung, war K. W. Ruoff beruflich bestens ausgelastet, vor allem durch große Messeaufträge in Düsseldorf, Berlin, Paris und Mailand. Jedoch fehlte ihm nun mehr und mehr die Zeit, die er doch so gerne hin und wieder seiner großen Leidenschaft, der Malerei gewidmet hätte.
Erst im beruflichen Ruhestand fand er wieder so richtig zur ursprünglichen Malerei zurück. Neben seinen geliebten Motiven aus der heimischen Umgebung, verarbeitete er jetzt auch Eindrücke und Erlebnisse aus früheren Reisen und speziell auch Motive aus einer Weltreise.
Der schwäbischen Heimat verbunden, lebte Kurt Wilhelm Ruoff über vier Jahrzehnte lang mit der Familie im Reutlinger Vorort Ohmenhausen.
Später im beruflichen Ruhestand, zog es ihn und seine Frau Hanne nach Metzingen. Hier lebte er bis zu seinem Tode im Dezember 2020.
Biografie: 12-2024/g.fauser
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